Das Konzept der Schönheit …

Da sitz´ ich zum wiederholten Mal in meinem Auto auf dem Weg Richtung Nord-Westen, um einen Vortrag zu geben. Diesmal war Rothenburg an der Fulda das Ziel; eine wunderschöne, alte Stadt in der Mitte Deutschlands. Der “Profi Portrait Club” hatte mich engagiert, um auf deren Club-Treffen einen Vortrag zu halten.
Auf der langen Fahrt dorthin hörte ich mit großem Vergnügen die Aufzeichnung von “Diagonal”, einer Radiosendung auf Ö1, die “Design” zum Thema hatte.
Ein im O-Ton vorgetragenes Zitat von Richard Sapper will mir bis heute einfach nicht aus dem Kopf gehen …

“Das Konzept der Schönheit ist ein Reflex der Ewigkeit.”

Ich halte es für einen wunderbaren Gedanken, die Schönheit mit der Ewigkeit zu verschmelzen; in der Schönheit das Göttliche, Unendliche, Immerwährende, immer Gültige zu sehen.

Die Diskussionen, ob Kunst auch schön sein “darf”, oder Werke, die sich “nur” der Ästhetik verpflichen sofort als gefälliger, niveauloser Mist schubladisiert werden müssen, halte ich für müßig. Mein Empfinden sagt ganz klar: Schönheit ist “in”, Schönheit ist legitim und rinnt wie heißer Kakao an einem Wintertag die Kehle runter …

… der Mut zur Schönheit schließt den Mut zur Provokation aber nicht aus, sondern ein. Beides ist möglich. Beides kann nebeneinander existieren. Beides ist notwendig.

Die folgenden Bilder sind bei meinem Vortrag bzw. meiner Arbeitsprobe für den Profi Portrait Club entstanden; tausend Dank an das wunderbare Model Anna!

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Text & Fotos: m-art-in Arbeithuber

12 Reaktionen zu “Das Konzept der Schönheit …”

  1. Richy am 23. Februar 2007 um 13:17 Uhr

    toll dein plädoyer für die schönheit - besonders auch durch die bilder mit den “funkelnden” augen

  2. david am 26. Februar 2007 um 16:00 Uhr

    genau wie die philosophie bietet die kunst nur antwortmöglichkeiten auf diverse fragen, aber verbindlich davon ist nichts. andernfalls würde uns die kunst wohl kaum interessieren. bilder, mode, malerei, bewegung und vor allem auch schönheit sind eine annäherung an etwas, das wir zu suchen scheinen, aber nie finden werden. warum? weil wir nicht wissen, was es ist, wie es ist und ob wir es überhaupt wollen, wenn es schließlich gefunden hätten. annäherung an etwas, das wir als perfektion bezeichnen? keine ahnung. könnte vielleicht zutreffen: perfektion, wir trachten nach ihr, werden sie (zum glück?) nie erreichen, (zumindest ich) finde, sie schmeckt “fad”, und woher wollen wir wissen, wie perfektion aussieht, wenn wir sie noch nie erreicht haben.

    konzept der perfektion?

  3. m-art-in am 28. Februar 2007 um 08:51 Uhr

    Ja, wahrscheinlich läuft das menschliche Streben auf unerreichbare Perfektion hinaus… Was wäre aber, wenn man in einem gedanklichen Experiment (und genau das ist doch die “Perfektion” auch, oder?) die Schönheit nicht als etwas Unerreichbares, sondern bereits Vorhandenes sähe? Ist nicht all das, was wir als vollendet schön bezeichnen, schon da? All das Wunderbare in der Natur oder das Lächeln eines geliebten Menschen; gilt es nicht, das Suchen gegen das Erkennen einzutauschen?

  4. david am 28. Februar 2007 um 18:55 Uhr

    ich persönlich freue mich viel mehr über imperfektion als über perfektion. vor allem in der musik erlebe ich es immer wieder, dass mir die besten songs nicht gefallen, weil sie einfach zu schön/perfekt sind. makellos. quasi perfekt für mich ist das eben “nicht-ganz-perfekte”, also schön, aber mit seinen eigenen macken hier und kanten dort. ich treffe menschen, die auf den ersten anblick keineswegs außergewöhnlich schön sind (also im sinne der allgemein “akzeptierten” schönheit)- verwende in solchen situationen auch gerne die begriffe “nett”, “net fisch net fleisch” oder “reißt mich nicht vom hocker”. doch je öfter ich sie treffe, umso mehr studiere ich sie und entdecke bzw -wie du sagst - erkenne ihre eigenheiten, die mich ganz besonders faszinieren. hier kommen wir aber wieder am unendlichen oder eig. auch ganz einfachen thema von subjektivität und objektivität an.

    jedes objekt, jede person, jeder zustand ist in seinem eigenen sinne perfekt, wäre er/sie/es nämlich anders, würde es sich um ein anderes objekt/eine andere person/einen anderen zustand handeln.

    objektiv gesehen ist also alles perfekt. ob diese perfektion vom individuum auch so gesehen wird ist wiederum subjektiv.

    sehr gefreut habe ich mich über deinen ansatz “das suchen gegen das erkennen einzutauschen”. in letzter zeit schlage ich mich mit derselben frage herum, “carpe diem” ist auch ein uralter hinweis, doch erst langsam scheine ich ihn zu verstehen. was bringt mir die ständige weiterentwicklung, immer höher/immer weiter hinaus zu wollen, wenn ich mir nicht einmal zeit nehme, das zu genießen bzw. anzuwenden was ich bisher erreicht/gelernt habe. den angestrebten zenit (perfektion) werde ich nämlich nie erreichen können. auf dem weg dorthin, sollte ich aber lieber nicht auf das “jetzt” vergessen.

  5. christoph am 1. März 2007 um 17:35 Uhr

    genial!!! :-)

    lg
    christoph

  6. m-art-in am 4. März 2007 um 11:55 Uhr

    Tja, da muss ich nun mit einem Gedanken kommen, der meine Gehirnwindungen schon längere Zeit beschäftigt. Klingt wahrscheinlich, als hätte ich irgendeinen selbsternannten Guru kennengelernt, wäre ihm erlegen und versuchte nun seine Philosophie ohne Wenn oder Aber zu verbreiten. Und tatsächlich hab´ ich ihn (den Gedanken) aus einem Buch, das in heimischen Buchläden unter “Esoterik” rangiert.

    Da geht es schlicht und einfach darum, mit dem Urteilen aufzuhören. Gut & schlecht, schön & schiach, reich & arm, Fehler & Perfektion etc. Wieso urteilen wir eigentlich? Ist dieses ständige Schubladisieren von Allem und Jedem tatsächlich ein Vorteil? Wer braucht dieses “entweder-oder”? Würden wir uns nicht kübelweise Probleme ersparen, wenn wir in “sowohl-als-auch” Kategorien denkten?
    Mann-oh-Mann; das klingt tatsächlich nach: “Beten_wir_doch_die_einzig_wahre_Lehre_nach”. Das Fantastische an diesem Gedanken, konsequent weitergedacht, ist aber dass es auch “die Wahrheit” nicht gibt, nicht geben kann. Jene, die behaupten, sie wären im Besitz der Wahrheit, waren mir immer schon suspekt. Guru oder Kirche, Regierung oder Stammtisch - einerlei.

    Ich möchte aber hier niemanden beschimpfen, denn dann würde ich ja auch schon wieder urteilen und das Attribut “schlecht” über eine Gruppe von Menschen stülpen. In jedem Einzelnen steckt viel mehr, als in eine einzige Schublade passen würde…

    Die Welt ist.
    Und es fällt unglaublich schwer, nach dem Punkt hier NIX zu schreiben. Die Versuchung ist groß.

    DIE WELT IST. Punkt. Aus.

  7. >>>-----(toni)------> am 6. November 2007 um 20:25 Uhr

    hey ihr!
    ist das nicht dieses model, wa an magersucht gestorben ist??? die frau dort auf den fotos sieht wunderschön aus! so unbrühert, als wenn nix sie stören könnte und als wenn es nix böses auf der welt gibt.
    lüb eusch

  8. Thomas Sterner am 7. November 2007 um 16:51 Uhr

    hey voll süss

  9. Smilla am 19. November 2007 um 16:56 Uhr

    uUi vOlL hÜpChI :)

  10. freund am 20. November 2007 um 00:07 Uhr

    nun ja…ich hab mir die letzte zeit viel gedanken darüber gemacht..was ist..bin immer ins detail gegangen…nach imme rmehr antworten gesucht…aber nun finde ich dass es wunderbar treffend ist.
    die welt ist.
    der satzt gefällt mir sehr gut.
    und ich denke wir sollte nicht zu viel über manche dinge nachdenken sonder sie einfach akzeptieren und uns daran erfreuen.
    denn die welt ist.

  11. Luba am 20. November 2007 um 16:22 Uhr

    cool cool :-)

  12. katharina am 7. Februar 2009 um 23:49 Uhr

    ich bin erst15 werde16 aber ich finde das bild schön :)

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